Eichhörnchenhaus: was es ist, wer es nutzt und wie Sie wählen

A cedar squirrel house mounted in a backyard tree with squirrels using the natural habitat and feeder.

Ein Eichhörnchenhaus, auch Eichhörnchenkobel genannt, ist ein Nistkasten aus Holz, der Eichhörnchen im Garten einen trockenen, wärmegedämmten Platz gibt: zum Schutz vor Wetter und Beutegreifern und, in vielen Fällen, zur Aufzucht der Jungen. Er ersetzt die Baumhöhle, nach der ein Eichhörnchen sonst suchen würde. Wer die Tiere im Garten beobachtet und ihnen ein richtiges Quartier anbieten will, hat damit den direktesten Weg, aus einem Besucher einen Bewohner zu machen.

Hier steht, was so ein Kasten ist, welche Tiere ihn nutzen, wie Sie den richtigen auswählen und in welcher Höhe er hängen muss. Am Ende folgt der Vergleich zwischen fertigem Kasten und Selbstbau.

Was ist ein Eichhörnchenhaus?

Ein geschlossener Holzkasten, meist aus Zeder oder einem anderen witterungsbeständigen Holz, mit einem seitlichen Einflugloch und einem Innenraum, der für ein Eichhörnchen samt Nachwuchs groß genug ist.

In der Natur nutzen Eichhörnchen zwei Arten von Quartieren: den Kobel, ein kugeliges Nest aus Zweigen, Laub und Moos in einer Astgabel, und Baumhöhlen in alten oder beschädigten Stämmen. Der Kobel reicht im Sommer; für den Winter und die Jungenaufzucht sind Höhlen deutlich besser. Weil alte, höhlenreiche Bäume in Gärten und Neubaugebieten selten geworden sind, weil Verkehrssicherheit und Gartenpflege sie wegräumen, tritt ein gut gebauter Kasten an ihre Stelle.

Ein Eichhörnchenhaus und eine Futterstelle erfüllen verschiedene Aufgaben: Das Haus bietet Unterkunft und einen Wurfplatz, die Futterstelle bietet Futter. Manche Konstruktionen leisten beides, aber die zwei Aufgaben lohnt es sich getrennt zu betrachten. Welche Sie zuerst brauchen, klärt Eichhörnchenhaus oder Futterstelle.

Woran Sie einen guten Kasten erkennen

  • Massives, unbehandeltes Holz wie Zeder, Lärche oder Douglasie, witterungsbeständig ohne chemische Beschichtung. Innen wird nie gestrichen oder geölt.
  • Innenraum von mindestens 20 × 20 × 30 cm. In Mitteleuropa übliche Maße liegen bei etwa 28 × 28 × 35 cm, genug Platz für ein Tier und einen Wurf.
  • Einflugloch von etwa 7,5 cm Durchmesser. Erwachsene Tiere kommen bequem durch, größere Beutegreifer nicht.
  • Zwei Öffnungen. Der Punkt, der in vielen Bauanleitungen fehlt und den deutsche Fachstellen ausdrücklich empfehlen: Ein zweiter Ausgang gibt dem Tier einen Fluchtweg, wenn ein Marder am ersten Loch steht. Ohne zweiten Ausgang endet ein Marderangriff im Kasten tödlich.
  • Abflusslöcher im Boden und Belüftung unter dem Dach, damit es innen trocken bleibt.
  • Ein schräges, überstehendes Dach, das den Regen vom Einflug wegführt.
  • Feste, unkomplizierte Montage, damit das Anbringen für jeden machbar ist.

Wer so einen Kasten nutzt

Das Eichhörnchen

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es eine Eichhörnchenart: das Europäische Eichhörnchen (Sciurus vulgaris). Es ist tagaktiv, in Siedlungen an Menschen gewöhnt und nimmt Nistkästen bereitwillig an, besonders in den kalten Monaten und zur Jungenaufzucht.

Die Färbung schwankt von hellem Rotbraun bis fast Schwarz. Dunkle Tiere sind in den Alpen und in Nadelwaldgebieten häufig und gehören zur selben Art. Das Grauhörnchen, das in Großbritannien, Irland und Norditalien vorkommt, lebt in Mitteleuropa nicht, und Gleithörnchen, die in Nordamerika typische Kastenbewohner sind, gibt es hier ebenfalls nicht.

Und wer sonst noch einzieht

Ein Eichhörnchenkasten in Mitteleuropa bekommt regelmäßig andere Gäste, und das ist ein Gewinn:

  • Siebenschläfer, nachtaktiv, nutzen solche Kästen gern als Tagesquartier und Wurfplatz. Wenn der Kasten tagsüber besetzt ist, aber nie ein Eichhörnchen zu sehen ist, ist das die wahrscheinlichste Erklärung.
  • Gartenschläfer, mit der schwarzen Gesichtsmaske, in Teilen Deutschlands stark zurückgegangen und auf Quartiere angewiesen.
  • Haselmäuse in strukturreichen Gärten am Waldrand.
  • Höhlenbrütende Vögel wie Star oder Kleiber, wenn das Einflugloch passt.

Alle diese Arten sind geschützt. Wer einen besetzten Kasten findet, lässt ihn zu, unabhängig davon, wer darin sitzt.

Die Auswahl

Größe

Mindestens 20 × 20 × 30 cm Innenraum, gern etwas mehr. In einem zu kleinen Kasten zieht kein Weibchen Junge auf, und in einem zu großen kann das Tier den Raum im Winter nicht warm halten. Der genannte Bereich ist für das Eichhörnchen verlässlich.

Material

Massives, unbehandeltes Holz. Zeder widersteht Fäulnis aus sich heraus und hält Regen und Sonne jahrelang aus, ohne chemische Behandlung, was den Innenraum für ein brütendes Tier sicher hält. Kein dünnes Sperrholz, keine Spanplatte, und innen weder Lack noch Lasur noch Öl.

Einflug

Etwa 7,5 cm Durchmesser, und wenn möglich ein zweiter Ausgang auf der anderen Seite oder an der Rückwand. Der zweite Ausgang ist bei Eichhörnchenkästen der wichtigste Unterschied zu einem Vogelnistkasten.

Abfluss und Belüftung

Ein trockener Innenraum ist entscheidend. Kleine Abflusslöcher im Boden und Belüftungsschlitze unter dem Dach lassen Feuchtigkeit entweichen und Luft zirkulieren, damit das Nistmaterial trocken bleibt.

Wo und wie hoch

Fest an einem kräftigen Stamm oder einem stabilen Pfosten, in 3 bis 6 m Höhe. Die Höhe gibt Sicherheit vor Beutegreifern am Boden und entspricht der Höhe, in der die Tiere von Natur aus Höhlen suchen.

  • Einflug weg von der Hauptwindrichtung und vom Schlagregen, am besten nach Osten bis Südosten.
  • Etwas Deckung in der Nähe statt voller, offener Sonne. Äste im Umkreis von etwa 3 m dienen als Anflugweg.
  • Wackelfrei befestigen. Ein Kasten, der schwingt, wird gemieden.
  • Mindestens 3 m Abstand zum Hausdach, damit die Tiere im Garten wohnen und nicht unter den Dachziegeln.
  • Marderschutz: eine glatte Manschette am Stamm hält Steinmarder und Hauskatzen ab und ist zusammen mit dem zweiten Ausgang die wirksamste Vorsorge.

Danach braucht es Zeit. Bis ein Kasten angenommen wird, kann eine Saison oder länger vergehen. Wie Sie den Garten in der Zwischenzeit insgesamt einladender machen, steht in Eichhörnchen in den Garten holen.

Rechtlicher Rahmen

Das Eichhörnchen ist in Deutschland besonders geschützt (Bundesnaturschutzgesetz mit Bundesartenschutzverordnung) und kein jagdbares Wild; für Siebenschläfer, Gartenschläfer und Haselmaus gilt dasselbe, für die Haselmaus zusätzlich der Schutz nach Anhang IV der FFH-Richtlinie. Einen Kasten anzubringen ist unproblematisch. Ist er besetzt, bleibt er zu: nicht öffnen, nicht abnehmen, nicht umhängen. Kontrolle und Reinigung nur, wenn er leer ist, am besten im Spätherbst. In Österreich und der Schweiz gilt Entsprechendes.

Fertiger Kasten oder Selbstbau?

Mit beiden Wegen kommt man zum Ziel.

Der Selbstbau lohnt sich, wenn Sie gern werkeln und Werkzeug und geeignetes Holz haben. Es ist ein dankbares Projekt und eine gute Gelegenheit, Kinder einzubinden. Der Aufwand liegt in der Zeit, in der Beschaffung von dauerhaftem Holz und darin, Maße, zweiten Ausgang, Abfluss und Dachneigung so zu treffen, dass der Kasten am Ende funktioniert.

Ein fertiger Kasten nimmt das Raten heraus. Unser Eichhörnchenhaus mit Futterstelle ist aus Zeder gebaut, mit schrägem, überstehendem Dach, durchdachtem Wasserablauf und einem Einflug in passender Größe, und es verbindet das geschützte Innere mit einer Futterstelle, sodass eine Montage beides abdeckt.

Das Ziel bleibt in beiden Fällen dasselbe: ein trockenes, sicheres, richtig platziertes Quartier. Über 1% for the Planet gehen 1 % unseres Umsatzes an Umweltorganisationen.

Fertig gebaut, aus unbehandelter Zeder

Mit schrägem Dach, Wasserablauf und passendem Einflug – und einer Futterstelle in derselben Konstruktion.

Eichhörnchenhaus ansehen

Häufige Fragen

Was ist ein Eichhörnchenhaus?

Ein Nistkasten aus Holz, meist Zeder, der Eichhörnchen einen trockenen, gedämmten Platz zum Ruhen und für die Jungen gibt. Er ersetzt die Baumhöhle, nach der die Tiere sonst suchen.

Wie hoch soll er hängen?

In 3 bis 6 m Höhe an einem kräftigen Stamm oder festen Pfosten, den Einflug weg von der Hauptwindrichtung und mit etwas Deckung in der Nähe.

Wie groß muss das Einflugloch sein?

Etwa 7,5 cm Durchmesser. Wichtiger noch ist ein zweiter Ausgang als Fluchtweg bei einem Marderangriff.

Ist ein Eichhörnchenhaus dasselbe wie eine Futterstelle?

Nein. Das Haus bietet Unterkunft und einen Wurfplatz, die Futterstelle bietet Futter. Kombinierte Konstruktionen leisten beides. Die Entscheidung klärt Eichhörnchenhaus oder Futterstelle.

Wie lange dauert es, bis der Kasten genutzt wird?

Von wenigen Wochen bis zu einer ganzen Saison und mehr. Ein gut gebauter Kasten an einem ruhigen, geschützten Platz gibt den Tieren den besten Grund einzuziehen.

Im Kasten sitzt kein Eichhörnchen, sondern etwas anderes. Was nun?

Wahrscheinlich ein Siebenschläfer oder Gartenschläfer. Beide sind geschützt und willkommen; lassen Sie den Kasten zu und freuen Sie sich über den Gast.