Eichhörnchenhaus oder Futterstelle: Was braucht Ihr Garten?

Squirrel House vs. Squirrel Feeder: Which One Does Your Backyard Actually Need?

Wer nach einer Nisthilfe für Eichhörnchen sucht, stößt schnell auf zwei Sorten Produkte. Die einen sind Häuser: geschlossene Höhlen zum Schlafen und für die Jungen. Die anderen sind Futterstellen: offene oder halb geschlossene Stationen für Futter. Von außen wirken beide wie eine Kategorie, bis man sich entscheiden muss.

Die meisten Gärten brauchen beides. Und weil Futter und Unterkunft im Verhalten der Tiere zusammenhängen, ist eine Konstruktion, die beides vereint, in der Regel die sinnvollste Lösung. Hier steht, was jede Variante leistet und wann welche passt.

Was ein Eichhörnchenhaus leistet

Ein Eichhörnchenhaus ist eine Höhle: ein Holzkasten mit kleinem Einflug, in Höhe an Stamm oder Pfosten montiert. Innen ahmt er die Baumhöhle nach, die Eichhörnchen von Natur aus aufsuchen.

Unverzichtbar ist es für:

  • Den Winter. Ein Kobel, das kugelige Nest aus Zweigen, Laub und Moos in der Astgabel, reicht im Sommer aus, ist im Winter aber zugig. Eine Höhle ist trocken, warm und gegen Marder zu verteidigen. Ohne Höhle verlieren die Tiere mehr Energie an die Kälte.
  • Die Jungenaufzucht. Weibchen bevorzugen für ihre beiden Würfe im Jahr, in Mitteleuropa im Februar oder März und im Mai oder Juni, geschlossene Höhlen. Auf den offenen Kobel weichen sie aus, wenn nichts anderes verfügbar ist.
  • Den Ersatz für verlorene Quartiere. In Siedlungen verschwinden alte, höhlenreiche Bäume schneller, als neue entstehen. Verkehrssicherheit am Straßenbaum und gepflegte Gärten räumen genau die Stammhöhlen weg. Eine Nisthilfe ersetzt eine davon unmittelbar.

Ein Haus allein liefert allerdings kaum Beobachtungsmomente. Sie merken, dass es genutzt wird; zu sehen bekommen Sie die Tiere selten.

Was eine Futterstelle leistet

Eine Futterstelle ist eine Futterstation, meist mit Sichtscheibe oder offener Schale, für Nüsse, Mais, Kerne und Obst. Sie ist auf sichtbare, wiederkehrende Besuche ausgelegt.

Unverzichtbar ist sie für:

  • Die Beobachtung. Eichhörnchen lernen Zeitpläne und kehren zu verlässlichen Futterquellen zurück, oft auf die Viertelstunde genau.
  • Die knappen Wochen. Spätwinter und Frühjahr sind die schwerste Zeit im Eichhörnchenjahr: Die Vorräte vom Herbst sind aufgebraucht, im Wald wächst noch nichts, und die ersten Jungen werden gesäugt. Eine bestückte Futterstelle schließt diese Lücke.
  • Die Aufnahme in das Revier. Ist die Futterstelle Teil der täglichen Runde, wird der umliegende Garten Teil des Streifgebiets.

Eine Futterstelle allein bietet jedoch keinen Platz zum Schlafen und Überwintern. Wer nur füttert, bekommt regelmäßige Besuche, aber keine ansässigen Tiere.

Gegenüberstellung

Anforderung

Haus

Futterstelle

Kombination

Winterquartier

ja

nein

ja

Höhle für die Jungen

ja

nein

ja

Tägliche Futterquelle

nein

ja

ja

Verlässliche Beobachtung

eingeschränkt

ja

ja

Aus Besuchern werden Bewohner

teilweise

teilweise

ja

Platzbedarf im Garten

eine Konstruktion

eine Konstruktion

eine Konstruktion

Zwei getrennte Konstruktionen erfüllen die Aufgabe ebenfalls. Sie bedeuten aber zwei Montagepunkte, zwei Pflegeroutinen und doppelt so viel im Blickfeld eines Gartens, den Sie sonst bewusst gestaltet haben.

Warum die Kombination meist passt

Im Verhalten der Tiere hängen Futter und Unterkunft zusammen. Ein Eichhörnchen, das eine verlässliche Futterquelle neben einer sicheren Höhle findet, behandelt diese Höhle als Zuhause. Genau darauf ist unser Eichhörnchenhaus mit Futterstelle ausgelegt.

Eine Konstruktion, zwei Aufgaben:

  • Unten das Futterfach mit Sichtscheibe. Sie sehen den Tieren beim Fressen zu, das Futter bleibt trocken.
  • Oben die geschlossene Höhle, auf das Europäische Eichhörnchen ausgelegt: Winterquartier, Wurfplatz und Tagesversteck im Sommer.

Warum die Bauart funktioniert:

  • Unbehandelte Zeder, witterungsbeständig ohne chemische Behandlung, vergraut mit den Jahren silbrig.
  • Maße für die Art. Einflug und Innenvolumen richten sich nach dem Tier, das bei Ihnen tatsächlich vorkommt.
  • In einer halben Stunde montiert, an Stamm oder Pfosten.
  • Passt in einen gestalteten Garten und trägt sich optisch zurück.

Was kostet die Entscheidung?

Zwei getrennte Konstruktionen, ein gutes Haus und eine gute Futterstelle, kommen in der Summe meist höher als eine kombinierte Nisthilfe. Dazu kommt der doppelte Montage- und Pflegeaufwand. Wer beide Funktionen braucht, fährt mit einer Konstruktion in der Regel besser.

Jede unserer Nisthilfen ist Teil unserer Zusage an 1% for the Planet: 1 % des Umsatzes gehen an Umweltorganisationen.

Wann getrennt sinnvoll ist

  1. Große Grundstücke mit klar getrennten Zonen, etwa ein Gehölzrand für die Höhle und eine Stelle näher am Haus für das Futter. Dann kann die Trennung Sinn haben.
  2. Hohe Eichhörnchendichte. Wenn mehrere Tiere im Revier sind, verteilt eine zweite Futterstelle die Konkurrenz und verhindert, dass ein dominantes Tier die Stelle für sich beansprucht.

Für den normalen Haus- oder Reihenhausgarten mit einer Beobachtungsecke und einem oder zwei ansässigen Tieren ist die Kombination die richtige Antwort.

Was in beiden Fällen dazugehört

  • Höhe 3 bis 6 m, an kräftigem Stamm oder festem Pfosten, Einflug nach Osten bis Südosten.
  • Anflugwege: Äste im Umkreis von etwa 3 m. Eine freistehende Nisthilfe wird gemieden.
  • Mindestens 3 m Abstand zum Hausdach, damit die Tiere im Garten wohnen und nicht unter den Dachziegeln.
  • Marderschutz: eine glatte Manschette am Stamm hält Steinmarder und Hauskatzen ab, die beiden wichtigsten Nesträuber.
  • Wasser. Der Punkt, der am häufigsten fehlt. Eine flache Schale mit Stein als Ausstieg, im Sommer und im Frost besonders wichtig.

Rechtlicher Rahmen

Das Eichhörnchen ist in Deutschland besonders geschützt (Bundesnaturschutzgesetz mit Bundesartenschutzverordnung) und gehört nicht zum jagdbaren Wild. Eine Nisthilfe anzubringen und zu füttern ist unproblematisch. Verboten sind Fangen, Mitnehmen und Halten sowie die Zerstörung eines bewohnten Kobels; eine besetzte Nisthilfe wird nicht geöffnet oder umgehängt. In Österreich und der Schweiz gilt Entsprechendes.

Beides in einer Konstruktion

Futterfach mit Sichtscheibe, darüber die geschlossene Höhle – aus unbehandelter Zeder, mit Maßen für das Europäische Eichhörnchen.

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Fazit

Viele fangen mit einer Futterstelle an und merken eine Saison später, dass die Tiere zwar kommen, aber nicht bleiben. Wer beides von Anfang an anbietet, am besten in einer Konstruktion, spart sich dieses Zwischenjahr.

Weiter geht es mit Eichhörnchen in den Garten holen und Was Eichhörnchen fressen.