Was ist ein Fledermauskasten? Die verständliche Erklärung

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Ein Fledermauskasten ist ein flaches, dichtes Holzquartier, das den Spalt unter abstehender Baumrinde nachbildet, hoch an einem Mast oder Gebäude angebracht, damit eine Kolonie insektenfressender Fledermäuse darin ruhen kann. Dieser Beitrag ist die verständliche Erklärung: was ein Fledermauskasten ist, wozu die Kammern im Inneren dienen, für wen er sich lohnt, und was einen Kasten, der sich füllt, von einem unterscheidet, der leer bleibt.

Es geht hier um die Wohnungsseite, nicht um das Tier selbst. Wenn Sie zuerst die Grundlagen zu Fledermäusen wollen, beginnen Sie mit unseren 9 Fakten über Fledermäuse.

Was ist ein Fledermauskasten?

Ohne Marketing betrachtet ist ein Fledermauskasten ein schmaler, senkrechter Hohlraum mit rauer Innenwand und offener Unterseite. Die Tiere landen von unten, klettern in den Spalt und klemmen sich gegen die Wände. Es gibt keinen Boden, keine Sitzstange und kein Einflugloch im Sinne eines Vogelnistkastens, denn all das brauchen Fledermäuse nicht. Was sie brauchen, ist eine enge, warme, trockene Spalte, an der sie Halt finden.

Die Bauweise kopiert einen stehenden toten oder absterbenden Baum. Die Rinde löst sich vom Stamm und lässt einen Spalt von wenigen Zentimetern: von der Sonne erwärmt, vor Regen geschützt, für Prädatoren schwer erreichbar. Stehendes Totholz ist genau das, was aus gepflegten Landschaften verschwunden ist. Ein Fledermauskasten bringt diese Struktur zurück.

Wozu die Kammern dienen

Kammern sind die inneren Trennwände, die den Hohlraum in parallele Spalten von jeweils etwa 19 bis 24 mm Breite teilen. Diese Breite ist nicht beliebig: es ist der Abstand, den eine Fledermaus überbrücken kann, an beiden Seiten nah genug, dass sie sich sicher fühlt.

Mehr Kammern bewirken zwei Dinge. Sie erhöhen die Kapazität, ohne den Kasten breiter zu machen, als Fledermäuse ihn tatsächlich nutzen. Und sie erzeugen ein Temperaturgefälle über die Tiefe des Kastens: die Kammer an der Sonnenseite ist am wärmsten, die innerste am kühlsten, und die Kolonie wandert im Tages- und Jahresverlauf dazwischen.

Dieses Gefälle zählt besonders für Wochenstuben. Trächtige und säugende Weibchen brauchen anhaltende Wärme, nehmen also die heiße Kammer, und dieselbe Kolonie rückt bei einer Hitzewelle nach innen, statt den Kasten ganz aufzugeben. Ein Einkammer-Kasten lässt den Tieren eine Option. Ein Mehrkammer-Kasten lässt ihnen die Wahl – und deshalb liegen die Belegungsraten dort durchweg höher.

Für wen sich ein Kasten lohnt

Eine gute Wahl, wenn Sie haben:

  • Ein Mücken- oder Garteninsektenproblem, das Sie nicht mit Spritzmitteln lösen wollen.
  • Einen freien Montageplatz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne und freiem Raum darunter, an einem Mast oder einer Wand.
  • Eine bereits vorhandene Fledermauspopulation in der Umgebung, idealerweise in Flugentfernung zu einem Gewässer.
  • Lust auf etwas Sichtbares, um das Sie sich kümmern – und Kinder, die nachsehen werden.

Weniger geeignet, wenn Ihre einzige Option ein stark beschatteter Garten ist, eine Montagehöhe unter etwa vier Metern, oder ein Platz, an dem Äste die Anflugbahn darunter zustellen. Fledermäuse brauchen unter dem Kasten freien Fall zum Abflug.

Warum Fledermauskästen überhaupt wichtig sind, behandelt unser Beitrag brauchen Sie einen Fledermauskasten? – mit Blick auf Insektenregulierung und die Tierwelt vor Ort.

11 Dinge, die Sie vor der Wahl wissen sollten

Genug Vorrede. Das hier entscheidet wirklich, ob ein Kasten funktioniert.

  • Wie ein toter Baum

Fledermäuse bevorzugen einen toten Baum vor fast allem anderen. Er ist so gut wie prädatorenfrei, und der Raum zwischen Rinde und Stamm bietet Schutz und einen Spalt, der eng genug ist, um sich hineinzuquetschen.

Warum nehmen Fledermäuse einen gut gebauten Kasten so bereitwillig an? Weil er genau diese Umgebung nachbildet.

  • Mehr Handwerk als exakte Wissenschaft

Eine ganze Reihe von Faktoren entscheidet, ob sich ein Kasten füllt. Das ist keine exakte Wissenschaft, und wer etwas anderes behauptet, verspricht zu viel.

Sie müssen bei der Montage mehrere konkrete Punkte richtig machen. Und wissen Sie: eine Garantie gibt es nicht, denn es sind Wildtiere.

  • Die Farbe zählt

Oft sieht man Fledermauskästen außen unbehandelt. Das ist ein zuverlässiges Zeichen, dass sie keine Fledermäuse anziehen. Der Außenanstrich muss stimmen, damit die Innentemperatur passt.

In kühlen Lagen sollte ein Kasten dunkler sein, um Sonne aufzunehmen. Bei Hitze hält ein hellerer Ton die Innentemperatur im Bereich, den säugende Weibchen brauchen.

  • Der Kompromiss beim Eigenbau

Viele Organisationen werben für den Eigenbau. Sie können durchaus einen Kasten aus Restholz und einer Handvoll Schrauben bauen. Ob er eine Kolonie anzieht, ist eine andere Frage.

Fledermäuse sind wählerisch, wo sie sich niederlassen. Kammerbreite, Innenrauheit, Dichtheit gegen Zugluft und die richtige Innentemperatur müssen alle stimmen. Fehlt einer davon, bleibt der Kasten leer.

  • Maximal 200 Fledermäuse

Es gibt Kästen, die mit 600 oder 700 Fledermäusen beworben werden. Dazu kommt es bei der großen Mehrheit nicht. Die meisten Kolonien liegen insgesamt unter 200 Tieren, und deshalb haben wir unsere Modelle für bis zu 200 ausgelegt.

Größer ist nicht automatisch besser. Ein gut gebauter Kasten für 200 Tiere kann Ihr Mückenproblem lösen. Ein schlecht gebauter, der mit 600 beworben wird, zieht vielleicht nie eine einzige Fledermaus an.

  • Die Montage entscheidet

Jeder Kasten, der sein Geld wert ist, kommt mit einer ausführlichen Montageanleitung, denn die Montage macht den Unterschied. Bringen Sie ihn richtig an, und Sie erhöhen die Chancen auf eine Kolonie deutlich.

Setzen Sie ihn falsch, ist es unwahrscheinlich, dass jemals Fledermäuse einziehen. Ein seriöser Hersteller sagt Ihnen genau, wo und wie.

  • Von Merlin Tuttle Bat Conservation zertifiziert

Wenn Sie einen Kasten wollen, der wirklich funktioniert, achten Sie auf die Zertifizierung von Merlin Tuttle Bat Conservation. MTBC prüft Fledermauskästen und zertifiziert die Modelle, die ihre Testverfahren bestehen.

Die Zertifizierung bedeutet, dass das Produkt nach einem überprüften Standard gebaut ist und mit echten Montagehinweisen ausgeliefert wird.

  • Ausprobieren, solange er leer ist

Einen Kasten anzubringen ist nichts Endgültiges: Sie können verschiedene Stellen auf Ihrem Grundstück testen, um zu sehen, welche Fledermäuse anzieht. Ein wichtiger Vorbehalt in Deutschland, Österreich und der Schweiz: sobald ein Kasten belegt ist, darf er nicht mehr umgehängt werden. Fledermäuse sind streng geschützt, und das Versetzen eines besetzten Quartiers ist eine verbotene Störung. Testen Sie Standorte, solange der Kasten leer ist, und lassen Sie ihn danach hängen.

  • Katzen fernhalten

Wenn Katzen bei Ihnen unterwegs sind, werden Fledermäuse dem Kasten misstrauen. Katzen sind Prädatoren, und sie schlagen Fledermäuse. Selbst bei sechs Metern kann eine Katze einen Pfosten hochklettern.

Katzen im Haus zu lassen, besonders zur Ausflugzeit in der Dämmerung, verbessert Ihre Chancen merklich.

  • Online schauen

Wir sind parteiisch, aber beginnen Sie Ihre Suche trotzdem online. Viele Kästen aus dem Gartencenter oder Zoohandel sind auf einen Produktionspreis hin gebaut, und das zeigt sich an genau den Details, die über die Belegung entscheiden.

Den Kasten in gutem Zustand zu halten ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg. Lesen Sie unsere 5 Tipps zur Pflege eines Fledermauskastens, damit er Jahre hält.

Ihre beste Option

Ein Fledermauskasten ist Ihre beste Chance, Fledermäuse auf Ihr Grundstück zu holen. Ob Sie ein Mückenproblem lösen oder einfach zusehen wollen, wie diese Tiere in der Dämmerung Ihren Garten abarbeiten – ein gut gewählter und richtig angebrachter Kasten holt sie her.

Wenn Sie den besten Kasten auf dem Markt suchen, sehen Sie sich unsere Kollektion an. Wir haben unsere Modelle dafür ausgelegt, mehr Fledermäuse als je zuvor bei Ihnen anzusiedeln.