Wie viele Mücken frisst eine Fledermaus? Die echten Zahlen

Why Bats Are the Best Mosquito Eaters

Wie viele Mücken frisst eine Fledermaus? Die Zahl, die überall zitiert wird – 1.000 Mücken pro Stunde – stammt aus Fütterungsversuchen im Labor, bei denen eine Fledermaus in einen Raum gesetzt wurde, in dem es nichts anderes gab als Mücken. Das ist eine Obergrenze, kein nächtlicher Durchschnitt im Freiland. Dieser Beitrag rechnet durch, was von der Zahl übrig bleibt, wenn eine Kolonie in einem echten Garten lebt.

Wenn Sie die Biologie schon kennen und einen Kasten auswählen möchten, beginnen Sie mit dem Kaufratgeber für Fledermauskästen zur Mückenregulierung.

Fledermäuse halten nicht nur Mücken in Schach, sie halten ganze Ökosysteme im Gleichgewicht. Mehr dazu in unserem Beitrag Die Wächter der Nacht: Warum Fledermäuse für unsere Welt wichtig sind.

Bei WildYard sind wir überzeugt, dass Fledermauskästen bei der Insektenregulierung helfen. Was sagen die Zahlen? Sehen wir genauer hin.

Fressen Fledermäuse Mücken?

Ja. Fledermäuse gehören zu den größten Insektenfressern überhaupt. Andere Tiere haben Mücken ebenfalls auf dem Speiseplan, aber in der Menge kommt kaum eines an eine Fledermaus heran. Eine Libelle ist eine gute Jägerin – eine Fledermaus schafft mehr.

Zu den weiteren Mückenfressern zählen Libellen, Fische, Vögel und einige Frösche. Fledermäuse sind also nicht die einzigen, aber sie sind besonders wirksam. Der Grund ist die schiere Menge an Insekten, die sie aufnehmen.

Sie möchten diese natürlichen Mückenjäger in den Garten holen? Sehen Sie sich unsere Fledermauskästen an, die ihnen einen sicheren Ruheplatz bieten.

Was Fledermäuse wirklich fressen

Die meisten Fledermäuse haben einen recht engen Speiseplan, aber den Menschen fällt dazu nur eines ein: Blut. Dank Dracula halten viele Fledermäuse für Blutsauger. Das ist falsch.

Tatsächlich trinken nur wenige Arten Blut, und keine von ihnen lebt in Europa – sie kommen in Mittel- und Südamerika vor.

Die übrigen der mehr als 1.200 Fledermausarten verzichten darauf. Sie fressen Insekten, Früchte oder Fische. Alle Arten, die in Deutschland und Mitteleuropa vorkommen, leben ausschließlich von Insekten.

Wie viele Mücken kann eine Fledermaus fressen?

Jetzt zu der Zahl, die fast überall ohne Einschränkung wiederholt wird.

Fledermäuse sind klein, fressen aber viel. Viele Arten nehmen in einer einzigen Jagdnacht über 30 % ihres Körpergewichts an Insekten auf.

Unter Laborbedingungen – eine Fledermaus in einem Raum voller Insekten, ohne Konkurrenz – wurden Fressraten von rund 1.000 bis 1.200 Insekten pro Stunde gemessen. Das ist die Obergrenze, nicht mehr. Im Freiland jagt eine Fledermaus einige Stunden, teilt den Luftraum mit der übrigen Kolonie und nimmt, was in dieser Nacht fliegt. Die tatsächlichen Werte liegen deutlich unter dem Laborwert. Und es geht dabei um Insekten, nicht speziell um Mücken.

Was ist von der Zahl zu halten?

Manche halten den Einfluss von Fledermäusen auf Mückenbestände für gering, und sie haben dafür ein Argument: Untersuchungen zeigen, dass Mücken bei den meisten Fledermausarten nur etwa 3 % der Nahrung ausmachen. Das ist ein kleiner Anteil.

Nur 3 % der Nahrung?

Wenn Mücken nur 3 % ausmachen – warum verändert eine Kolonie den Mückendruck im Garten dann überhaupt?

Die Rechnung macht es deutlich.

Nehmen wir einen großen WildYard Fledermauskasten. Er bietet Platz für bis zu 200 Tiere. Bildet sich eine Kolonie, leben darin meist 100 bis 200 Fledermäuse. Rechnen wir mit 100.

Diese 100 Tiere jagen je zwei bis drei Stunden pro Nacht. Rechnen wir mit drei Stunden.

Und wie viele Insekten pro Stunde? Die Laborobergrenze liegt bei etwa 1.200. Runden wir auf 1.000 ab.

Dazu kommt der Mückenanteil von rund 3 %.

100 Fledermäuse × 3 Stunden × 1.000 Insekten × 0,03 = 9.000

100 Fledermäuse, die drei Stunden lang je 1.000 Insekten fressen, kommen auf 300.000 Insekten pro Nacht. 3 % davon sind 9.000 Mücken.

Warum diese 9.000 eine Obergrenze und keine Prognose sind

Jeder Wert in dieser Rechnung ist der günstigste Fall. Die 1.000 pro Stunde sind ein Laborwert, kein Freilandwert. Drei Stunden durchgehende Jagd sind großzügig gerechnet. 100 Tiere setzen eine vollständig etablierte Kolonie voraus, und die braucht eine Saison oder länger. Halbieren Sie jeden dieser Werte, landen Sie bei etwa 1.000 Mücken pro Nacht – immer noch ein merklicher Eingriff in den Bestand rund um einen einzelnen Garten, und die ehrliche Version der Aussage.

So sieht natürliche Regulierung aus: weniger Mücken, nicht keine. Nach einigen Wochen mit einer aktiven Kolonie merken Sie den Unterschied im Garten.

Wie Fledermäuse in einen durchdachten Plan gegen Mücken passen, steht im Leitfaden zur Mückenregulierung im Garten.

Wie viele Mücken frisst eine Fledermaus? Die kurze Antwort

Der Stundenwert einer einzelnen Fledermaus ist eine Laborobergrenze. Eine Kolonie, die in den warmen Monaten jede Nacht jagt, nimmt Mücken aber in einer Größenordnung aus der Luft, die kein anderes Gartentier erreicht. Wer ein Mückenproblem im Garten hat, ist mit einem Fledermauskasten gut beraten.

Hier erfahren Sie mehr über die Fledermauskästen von WildYard.